Brief

Von Johann Isaak von Gerning (26. April 1811)

Dank für G.s Schreiben vom 17. April. Wegen seiner Bewerbung um die Stelle des verstorbenen J. K. P. Riese wolle er noch heute an C. G. von Voigt schreiben. Mitte Mai könne er auch in Weimar sein. Von Gernings Mitbewerber F. von Leonhardi werde G. ein Anschreiben vom 22t erhalten haben (vgl. RA 6, Nr. 104). Hinweis auf Gernings erfolgreiche Vermittlung zwischen dem Großherzog von Hessen-Darmstadt und dem Landgrafen von Hessen-Homburg; erwähnt: F. A. von Lichtenberg sowie Gernings Ernennung zum Geheimen Rat durch Großherzog Ludwig (1809). - Aus beyl. Blatt (? "Gemeinnützliche Blätter" Nr. 49 vom 24. April) ersehe G., wie unser Museum jüngst Frankfurts Einzigen, gefeyert habe (vgl. RA 6, Nr. 68); erwähnt: Gernings Erstling (? Gedicht "An Goethe in Rom"). - F. Schlosser werde G. das Verlangte gesandt haben (vgl. RA 6, Nr. 104). Nachrichten über G.s Urgroß Vater C. H. Textor (? richtig Ururgroßvater J. W. Textor) stünden aus Gernings Papieren zu Befehl. - Am Tage dieses Briefs werde auch S. Boisserée mit seinen Zeichnungen (vgl. "Ansichten, Risse ... des Doms von Köln") und mit P. Cornelius' Zeichnungen zum "Faust" (vgl. "Bilder zu Goethes Faust") in Weimar eintreffen.

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