Brief
An Nicolaus Friedrich Thouret (15. Januar 1798)
Beyliegenden Brief habe ich in der Mase geschrieben daß Sie solchen, werther Herr Prof, allenfalls Ihren Herrn Vorgesetzten vorzeigen können, um Urlaub zu erhalten; es versteht sich von selbst daß man diesen Herren, sobald als man weiß wer sie sind von hier aus das schickliche Compliment mache.
Man wünscht Sie sobald als möglich hier zu sehen, und nach Ihrem letzten Blatte scheinen sie selber geneigt zu seyn je eher je lieber zu kommen; wobey Sie sich jedoch wenigstens 14 Tage hier zu bleiben einrichten würden.
Bringen Sie doch ja einige Rosen und Stäbe von Herrn Isopis Arbeit mit, es wird uns sehr fördern wenn er künftig auch zu Ihren Zeichnungen uns die Modelle macht und ich wünscht, daß man hier seine Arbeit kennen und schätzen lernte.
Herrn Rapp habe ich ersucht Ihnen das benöthigte Geld zur Her/reise auszuzahlen und ich schliesse mit dem Wunsche daß Sie mir bald über den Inhalt des Gegenwärtigen einige Nachricht ertheilen mögen. Weimar am 15 Januar 1798.
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