Brief

Von Friedrich Ludwig Wilhelm von Luck (18. November 1819)

L.s Zeilen sollten als Nachfeier des 28. Augusts verstanden werden. Er bringt seine Bewunderung für G.s "West-östlichen Divan" zum Ausdruck und wünscht G. ein langes Leben; dabei erwähnt: der Vers "Unser Leben währet siebenzig Jahr [...]" aus den Psalmen König Davids im AT und C. F. HufelandsWerk "Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern". F. und K. de la Motte-Fouqué, die Frau ist meine Cusine und Tochter meines Schwagers (A. von Briest), ließen danken für G.s allgemeine Danksagung in Versen ("Die Feier des achtundzwanzigsten Augusts dankbar zu erwiedern", WA I 4, 42). F. Förster habe dieses Gedicht als ein allein an ihn gerichtetes zusammen mit seinem Gedicht zum 28. August ("Goethes Geburtstag"; vgl. RA 8, Nr. 1006) in den "Berlinischen Nachrichten" (1819, Nr. 105) mit dem Hinweis abdrucken lassen, es im Auftrage G.s zu veröffentlichen. Näheres über Förster und M. L. De Wette, deren Handeln L. verurteilt; dabei erwähnt: Försters gegen die preußische Regierung gerichtete Aufsätze in der "Nemesis" (u. a. in Bd. 9, 1817 "Über die geschichtliche Entwicklung der Verfassung Preußens"), seine Fürsprache für F. L. Jahn in öffentlichen Blättern sowie ein Brief De Wettes an K. Sands Mutter (Wilhelmine), worin er Kotzebues Ermordung gebilligt und geprießen. - Erinnerung an L.s letzten Brief an G. um die Ostermesszeit 1818 (richtig: 1817; vgl. RA 7, Nr. 888). Seitdem habe er zweimal in Aachen geweilt. Ankündigung seines Besuchs in Weimar für Ende des Monats (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 2. Dezember).

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