Brief
Von Friedrich Johann Justin Bertuch (2. Juni 1803)
B. habe G.s Eröffnung vom 13. May (? vgl. RA 4, Nr. 712) als eine Redactions-Sache J. J. Griesbach und C. G. Schütz mitgeteilt. Im Namen der ALZ versichert B., daß diese an den Mißhelligkeiten und Zwisten der Jenaer Universitätsprofessoren weder Antheil noch Parthey genommen hätte. Auch habe die ALZ nie gegen andere Institute, am wenigsten aber gegen hiesige etwas Nachtheiliges verbreitet, sie vielmehr unterstützt. Aufzählung der Leistungen der ALZ, u.a. durch Aufnahme der Programmen von dem Weimar. KunstPreißInstitute und die Ankündigung und Recensionen der Horen, und Propyläen. Dafür sei die ALZ von J. C. Schwab in Stuttgart und anderen Antagonisten als partheyisch für Weimar, ausgeschrien worden. Da jedoch die ALZ nicht Jena, sondern ganz Teutschland angehört, und ebensogut in Halle, Leipzig, Erfurth Hamburg als hier seyn könnte, würden die Werke der Jenaer Professoren nicht anders behandelt als diejenigen auswärtiger Gelehrter. B. dementiert, daß das Jenaer botanische Institut oder F. J. Schelver verleumdet worden sei, zumal solche Rezensionen nach den Gesetzen nicht eingerückt werden würden. So müsse man auch G.s offerirte Recension von dem Programm Schelvers ablehnen. Nur eine Rezension, die von einem Botaniker stamme, der nie in einigen Verhältnißen mit Schelver gestanden habe, könne angenommen werden.
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