Brief
Von Johann Heinrich Meyer (9. August 1818)
Es sei für alle Freunde in Weimar erfreulich zu vernehmen, daß G. bei seiner Ankunft in Karlsbad das Glück günstig gewesen sei und ihm wieder zu dem Quartier in den Drey Mohren (bei L. Heilingötter) verholfen habe. - C. Rauch habe G. auf seiner Rückreise von Carrara nach Berlin nicht angetroffen, wolle aber im Herbst wiederkommen. Mit Rauchs Äußerungen sei M. wohlzufrieden gewesen, stimme aber in der Beurteilung von Raffaels Hlgr Cäcilia zu Bologna mit ihm nicht überein; Rauch gebe mehreren Bildern F. Francias den Vorzug. Es sei wohl des unerbittlichen Schicksals Wille, daß jetz aus Italien keiner entrinne ohne mit etwas Frazze bepackt. - C. Ermer wolle die Platte für den Titel von G.s (und J. von Hammers) "Die Inschrift von Heilsberg" bis zu G.s Rückkehr fertigstellen; er wolle preiswert arbeiten. - Aus dem Grabhügel in Tennstädt habe man Knochen, Gefäße von gebrannter Erde und andere Geräte geborgen, worüber G. von K. A. Schmidt noch nähere Auskunft erhalte. - Über die unterschiedlichen Leistungen der Schüler in M.s Klasse der Zeichenschule.
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