Brief
Von Katharina Elisabeth Goethe (1. Januar 1793)
Dank für G.s schönen Brief, von dem sie bei seinen Freunden Gebrauch machen werde. - Zur noch unbesetzten Stelle des Kapellmeisters, von der man nicht leben könne (vgl. RA 1, Nr. 495). J. L. Hetzler, der G. an den Rußischen Offen erinnern lasse, glaube, daß die Frankfurter Kirchenmusik eingehen werde. - G.s zurückgelaßne Sachen und die Lampe mit 3 Lichtern werde sie in Kürze abschicken. - Eingeleitet mit dem Gedanken, daß das ein bößer Wind wäre, der Niemandt was guts Zuwehte (aus Sternes "Empfindsamer Reise"), berichtet sie vom lebhaften geselligen Leben am Frankfurter Komödienhaus, da der König von Preußen und alle Generälle-Herzogen und Printzen alle Abende drinnen sind. - Betrachtungen über französische und deutsche Einquartierung: Summa Summarum es ist eine große Last.
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