Brief

Von Christoph Ludwig Friedrich Schultz (17. Juni 1823)

Unter Rüksendung der Anlage (Brief von J. P. Eckermann; vgl. aber RA 10, Nr. 248) Dank für G.s inhaltsreiches Schreiben. - Die ersten Tage seiner Erholung in Potsdam habe S. mit K. E. Schubarth verbracht. Danach habe er sich dem gründlichen Studium von G.s Heften "Zur Naturwissenschaft überhaupt, besonders zur Morphologie" gewidmet: [...] eine neue Welt ging vor mir auf. S. erwarte mit größtem Interesse die von G. angekündigte Rezension in der JALZ (1823, Nr. 101-108, von C. G. Nees, A. Goldfuß und J. Noeggerath). - Dank für die Informationen über die jungen Männer, die G.s Vertrauen erworben hätten (u. a. J. V. Adrian, Eckermann, Schubarth und J. S. Zauper). - G.s Zufriedenheit mit K. H. Schultz erfreue denselben. Mit der fahrenden Post sende S. ein Exemplar der Schrift ("Die Natur der lebendigen Pflanze", vgl. Ruppert 5089) zusammen mit einem Brief von Schultz (RA 10, Nr. 232). - Ausführlich über das Restaurieren von Gemälden durch Übertragung auf eine neue Leinwand, wie es Horack praktiziere; erwähnt: die Gemäldesammlung E. Sollys. - Im Aufsatz "Fortschritte des Steindrucks" auf den mitgeteilten Aushängebogen ("Über Kunst und Altertum" IV 2) beurteile G. (richtig: H. Meyer) die diesbezüglich in Berlin unternommenen Versuche richtig; erwähnt: Graf J. Rechberg. - Über G.s Interesse an der (von Schubarth herausgegebenen) Zeitschrift "Paläophron und Neoterpe".

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