Brief

Von Johann Kaspar Lavater (27. September 1786)

G. werde mit Herder aus dem Carlsbade zurükgekommen sein. - Dank für die bei G. genossene Gastfreundschaft (in Weimar vom 18. bis 20. Juli) und Dank an den Bekanntenkreis in Weimar von Herzogin Anna Amalia bis Seidel, besonders Herdern und Wielanden. Bedauern, C. von Stein nicht angetroffen zu haben; Grüße an F. von Stein und J. K. A. Musäus. - Zur vermutlich bevorstehenden Trennung von J. K. Pfenninger, der nach Bremen berufen werde, und zum Ergehen seines Sohnes Heinrich in Göttingen. - Den 3. Band seiner Französischen Physiognomik habe er beendet, ebenso "Nathanaél" (Winterthur 1786). - Anfrage, ob der Arme Kranke, dessen Ihr Euch [...] annahmt - [...] das Ende seiner Leiden gefunden habe. - C. F. Nicolais Unfug (Beschuldigung des Kryptokatholizismus) schlage L. mit einem Blatte zuboden ("Johann Kaspar Lavaters Rechenschaft an Seine Freunde. Zweites Blatt. Über Jesuitismus und Katholizismus an Herrn Professor Meiners in Göttingen"). Auf J. G. Schlossers Rat habe er mit F. M. Leuchsenring gebrochen. - Zu Schlossers "Eutyphron der Zweite über die Glückseligkeit, nebst einer Übersetzung des Eutyphron aus dem Griechischen des Plato" (Basel 1786). - Bitte, Herzogin Anna Amalia an den Armen Abt in Bremen zu erinnern. - Über ein kostbares Geschenk der überguten Bremer an L.s Frau. - Anfrage, wie es bei Herders Frau mit dem Magnetisieren des Auges gegangen sei.

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