Brief

An Wilhelmine von Münchhausen (13. August 1831)

AN WILHELMINE VON MÜNCHHAUSEN Schon lange, meine Theuerste, wünscht ich ein Wörtchen von Ihnen zu vernehmen! Ist es doch als wenn wir hundert Meilen auseinander wohnten! Heut erfreuen Sie mich durch ein liebes Andencken das, durch seine zierliche Nützlichkeit mich jeden Tag erheitern soll, und mir das Zeugniß giebt: daß Sie manchmal freundlich an mich dencken und Sich für mich beschäftigen mögen. Tausend Danck! für diese frühzeitige Gabe, mit Vorbehalt einer kleinen Erwiederung. Die Bötin eilt und ich eile Sie meiner unwandelbaren Anhänglichkeit zu versichern. Der IhrigeJWvGoethe Weimar d. 13. Aug. 1831.

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