Brief
Von Friedrich Bury (13. Januar 1798)
B. entschuldigt seine späte Antwort und sendet seine Arbeiten: 3 Köpfe nach Michelangelo und eine Kopie vom Gemälde Joseph unter seinen Brüdern von Raffael aus den vatikanischen Logen. Von letzterem möge sich G. einen Kupferstich in Dessau anfertigen lassen oder es weiterverkaufen. Es koste 60 Zechinen. Die "Magdalena" nach G. Reni aus dem Palast Colonna sei ein Geschenk für G. - Begeisterung für das Deckengemälde Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle. Während einer Restaurierung der Decke habe B. Skizzen angefertigt, die er übersende. - Lob und Dank im Namen vieler Künstler für W. H. Wackenroders "Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders" (Berlin 1797). Bitte um den anderen versprochenen Teil. - F. Müllers Aufsatz ("Schreiben Herrn Müllers Malers in Rom über die Ankündigung des Herrn Fernow von der Ausstellung des Herrn Professor Carstens in Rom" ("Horen" 1797) sei in Rom mit Vergnügen gelesen worden. Dagegen habe K. L. Fernow wieder einen Aufsatz gegen alle Wahrheiten (? "Über die Bestimmung und die Grenzen der dramatischen Malerei", in: "Neuer Teutscher Merkur" 1797) veröffentlicht. - Mit derselben Post schicke B. eine Landschaft von J. W. Mechau, die G. unter der Adresse des beiliegenden Briefes nach Berlin schicken möge. - Klage über seine Lage als Künstler in Rom. Bitte um Arbeitsaufträge.
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