Brief
Von Johann August Reichardt (11. Mai 1802)
R. übersendet unter Berufung auf seinen Vortrag vom 9. Mai das von J. F. von Koppenfels, als dem ältesten von der Ritterschaft des Fürstenthums Weimar, erbetene Zirkular für die Wahl des Landschaftsdirektors, auf dem bereits die meisten ihre Stimme abgegeben haben. Hätte G. seine Stimme (als Grundbesitz-Eigentümer in Oberroßla) für C. W. G. von Milkau vor dessen Tod (13. Februar) abgeben können, wäre eine Stimmengleichheit für diesen und Graf von Beust erzielt worden, wodurch eine Neuwahl notwendig geworden wäre. G. möge Koppenfels sein Votum einreichen und darauf hinweisen, daß er für Milkau gestimmt haben würde, wenn ihm das Wahlzirkular rechtzeitig und nicht erst auf Verlangen zugestellt worden wäre, und daß er daher eine Neuwahl beantragen müsse. Der Herzog werde dieser zustimmen (vgl. RA 4, Nr. 222). Mündlich wolle sich R. noch über eine aus dem Cirkular ersichtliche Intrigue äußern, die G. von den Stimmgebern ausschließen sollte.
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