Brief
An Christian Ludwig Stieglitz (18. Februar 1810)
Ew. Wohlgebornen
sende mit dem lebhaftesten Danke die mir anvertrauten Zeichnungen zurück. Sie haben mir u mehreren Freunden sehr viel Vergnügen u Unterhaltung gewährt. Dem Dichter kann nichts Angenehmeres begegnen, als wenn er auf eine so bedeutende Weise erfährt, daß ihm die Einbildungs kraft des Lesers entgegen arbeite.
Da Ew. Wohlgebornen von der Landschaft, vom Local, von der Umgebung ausgehen u die Personen als Staffage behan deln; so entspringt daraus eine Ar neue Art von Poesie, die ohne die frühere nachahmen zu wollen, sich mit ihr in Rapport setzt und das Gedichtete von einer neuen Seite darstellt. Nehmen Sie daher nochmals meinen aufrichtigen Dank u lassen mich von Zeit zu Zeit vernehmen, wie Sie sich befinden und womit Sie sich beschäftigen.
Herrn HofRath Rochlitz bitte das eine der eingeschobenen Pakete zu über reichen, u das andre gefällig auf zunehmen. Der ich die Ehre habe, mich mit vorzüglicher Hochachtung zu unterzeichnen.
Weimar den 18 Febr. 1810.
Bezüge im Wissensnetz
Hat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Deutsch
Wurde abgesendet von (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde gesendet an (1)
GZP-Knowledge-GraphIst Antwort auf (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde abgesendet aus (1)
GZP-Knowledge-GraphWird angeführt von (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Zeitspanne (1)
GZP-Knowledge-GraphKategorie (1)
GZP-Knowledge-Graph- Brief und Korrespondenz