Normalzeugnis Zeugnis
Überlieferung der Familie v. Bergmann (Buchholtz S. 13)
Goethe, so wird erzählt, habe eines Abends im Schauspielhause Gustav Bergmann mit einigen andern jungen Studiengenossen getroffen und, gegen seine Bekannten sich wendend, laut bemerkt: Hier stinkts nach Füchsen! Kaum daß er diese Worte gesprochen, habe ihm Gustav eine Ohrfeige gegeben. Die Folge war eine Mensur, bei der Goethe am Oberarm verwundet wurde. Ergänzt wird diese Darstellung durch die Mitteilung eines alten Schülers und Freundes Gustav Bergmanns, Andreas v. Löwis of Menar: das Duell habe in einer Eifersuchtsanwandlung Goethes bei dem Verkehr Kätchen Schönkopfs mit den Gästen in ihres Vaters Weinstube seinen Grund gehabt. Mehr als dreißig Jahre nach jenem Leipziger Erlebnis schreibt Löwis aus Jena Bergmann 2. 2. 1802, er habe in Weimar Schiller, Wieland, Herder teils gesehen, teils gesprochen. Unter anderm hatte ich Gelegenheit, Goethe an einem Feste, das wir Livländer und Kurländer den Professoren gaben, zu sprechen, und erinnerte mich mit wahrem Vergnügen der Attitüde, in welcher Sie ihn einst in Leipzig hinter der Tür gefunden haben.
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