Brief

Von Friedrich Ludwig Wilhelm von Luck (28. Juli 1815)

Bezugnahme auf die beiliegenden politischen Sonette L.s, die er dem General Graf Gneisenau gesandt habe. Die am Briefanfang angeführte Strophe sei nur für G. gedacht. Über die freywillige Jägerey, die Landwehrschaft und das Landsturmwesen, deren Überschätzung L. ablehne. Gedanken über die derzeitige politische und militärische Lage; erwähnt: ein Aufsatz aus dem "Österreichischen Beobachter" in der "Frankfurter Oberpostamtszeitung" über Napoleon. - Im Auftrage W. von Krausenecks sei L. am 23. Juli nach Mainz gereist, um Verhaltungsbefehle einzuholen. Dort habe er sich mit Erzherzog Karl von Österreich über G. unterhalten und auch G.s Brief aus Wiesbaden vorgefunden. - Wiederholte Bitte um eine Abschrift seiner Gedichtsammlung "Mnemosyne" für Erbgroßherzogin Maria Pawlowna von Sachsen-Weimar, da Fürstin L. Radziwill für mehrere Monate nach Posen gehe, wo Fürst A. Radziwill als Statthalter des preußischen Königs eingesetzt sei. - L. habe Prinzessin Marianne von Preußen zur Geburt ihrer Tochter (Elisabeth) am Tage der Schlacht von Belle-Alliance (Waterloo) mit drei Sonetten beglückwünscht.

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