Brief
Von Ernst II. Ludwig Herzog von Sachsen-Gotha und Altenburg (28. bis 30. August 1800)
1800 August 28 S. habe mit dem heutigen Cammer Wagen sehr schöne Proben von Weimarer Stuckarbeiten erhalten, die er G. oder W. E. F. von Wolzogen zu verdanken habe. Er ist entschlossen, einen jungen Menschen diese Kunst erlernen zu lassen, der bereits bei F. W. E. Doell zeichnet und modelliert, und fragt nach den Ausbildungsbedingungen. Bitte, dem Künstler der Proben (J. Hoffmann) die anschliessige rolle mit einigen Carolins zu übergeben. - Über sein Leben in der Stille, nachdem er sich von der Ruhr kuriert hat. Von seiner Sorge um einen alten kranken Freund. Ich klebe an denen alten, und kann mich nicht mit dem neuen Gedancken System vertragen. - Grüße an J. H. Meyer und seine schöne Madonna (vgl. RA 3, Nr. 767). 1800 August 30 G.s Zuschrift gebe ihm Gewißheit, daß er die Kunstproben G. verdanke. Sie gefielen ihm ungemein; obwohl er sie ein klein wenig überladen finde, seien sie so für das Weimarer Schloß allerdings angemessen. - Zu G.s Programm in den "Propyläen", die er noch nicht kenne. Übrigens glaube ich nicht, daß sich im ganzen Aesthaetische Grundsäzze bestimmen lassen [...].
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