Brief

Von Johann Heinrich Meyer (16. August 1823)

Nachricht über die erfolgreiche Kur und den Rat W. E. C. Huschkes, Trinken und Baden zu trennen, den M. befolgt habe und daher nun erst mit dem Baden beginne. M. wolle, da die Morgen bereits sehr frisch seien, zum Beginn des Septembers wieder in Weimar sein. - In Beantwortung von G.s Frage nach interessanten Persönlichkeiten könne M. nur wenige nennen, da er, um strenge Diät zu halten, nicht sehr gesellig gelebt habe. Erwähnt: Fürst Heinrich LIV. von Reuß-Lobenstein und seine Gattin Franziska sowie Prinzessin Karoline von Reuß-Schleiz-Köstritz. Fast täglich habe M. am Brunnen K. von Humboldt und ihre Tochter Karoline getroffen, die Mutter sei aber einsylbig, kalt und selbst abweisend, ja gerade zurückstoßend, weshalb M. den Kontakt auf das nötigste beschränkt habe. Ferner erwähnt: E. Raupach, J. G. Marezoll und A. Meyer. - Durch Erbgroßherzog Karl Friedrich habe M. Nachricht von G.s Wohlbefinden erhalten. - Angabe seiner Adresse zum weißen Hirschen. - Falls G. nichts Gegenteiliges schreibe, werde M. über Eger zurückreisen und sich nach G. erkundigen.

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