Brief

Von Wilhelm Rehbein (29. August 1823)

Ausführliche Schilderung der am 28. August von etwa 44 Personen im Hotel de Saxe begangenen Feier anlässlich G.s Geburtstags und seiner Genesung; erwähnt: G.s Familie und das von F. Lortzing gemahlte Büsten ahnliche Bild G.s. Unter den Anwesenden seien A. von Goethe, C. W. Schweitzer, F. von Müller, W. E. C. Huschke, F. W. Riemer und K. G. Hase gewesen. Im Verlauf der Feier habe F. Peucer einen Toast auf Großherzog Karl August ausgebracht, H. Stromeyer Riemers "Abermals in Feiertönen ..." (vertont von K. Eberwein) und S. Schützes "Wie wohl ist mir bei Deinem Frieden! ..." (vertont von A. F. Häser) gesungen, K. Oels Riemers "Geniale Trias" und "Genius-Horoskop" rezitiert, A. Durand Hases "Sonnennähe" und J. J. Graff F. Schmidts "Vaterhaus" vorgetragen. Zulezt endlich habe K. Moltke, begleitet von J. N. Hummel, Müllers Lied "Feierlich von froher Tafelrunde ..." gesungen, das wahrscheinlich Gräfin J. Egloffstein vertont habe. Huschke und R. hätten unter Jubel und Trararufen Kränze erhalten. Große Freude über das mit einer Vorrede A. von Goethes begleitete, an uns Alle gerichtete Gedicht G.s ("In Hygiea's Form beliebt's Armiden ..."). Das Fest sei beschlossen worden mit G.s Versen "Mich ergreift, ich weiß nicht wie ..." (in der Melodie von M. Eberwein). - Plan R.s, am 15. September hier abzureisen und sich am 18. [richtig: 17.] September in Eger mit K. Mayer von Gravenegg trauen lassen. - Bitte, ein Exemplar beikommender Gedichte ("Zu Goethes Geburts- und Genesungsfeste") an J. S. Grüner abzugeben.

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