Brief
Von Friedrich Schiller (5. Mai 1802)
S. könne bloß das nöthigste schreiben, da er auf der Regierung, von der er komme, lange warten mußte (Empfang des Lehnsbriefes für das Haus an der Esplanade). - Die "Iphigenie" sei nicht auf den nächsten Sonnabend zu zwingen gewesen, da F. M. Vohs für das Studium der Rolle Zeit gegeben werden mußte. Zu dramaturgischen Problemen und zur Wirkung, besonders der lyrischen Stellen, auf die Schauspieler. - Über die Aufführung der "Ariadne auf Naxos" (von G. Benda und J. C. Brandes, am 3. Mai) werde F. Kirms berichtet haben (vgl. RA 4, Nr. 200). G. dürfe ihm alles schlimme glauben. E. Bürger sei eine armselige herz- und geistlose Comödiantin von der gemeinen Sorte. Sie werde in Jena in etlichen Tagen ein DeclamationsConzert geben. - Seit sechs Tagen wohne S. in seinem neuen Haus an der Esplanade. - Gratulation zur lyrischen Ausbeute.
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