Brief
Von Johann Peter Eckermann (25. August 1821)
Seit etwa 4. Jahren, nach der Bekanntschaft mit G.s Werken, sei kein Tag vergangen, an dem er nicht an G. mit Liebe und Verehrung gedacht hätte. - In seinem Bestreben, in der edlen Kunst der Poesie einst etwas Tüchtiges zu leisten, und dem bisherigen Gang seines Lebens verdanke er zunehmende Bildung und Einsicht lediglich dem fortgesetzten Studium von G.s Werken. - Vergleich der eigenen Entwicklung mit der J. H. Jungs. Gleich diesem sei es E. gelungen, im 28. Lebensjahr auf die Universität zu gehen. - Bitte um ein aufmunterndes Wort und um G.s Meinung zu E.s "Gedichten" (Ruppert 879), besonders zu den auf das Jägerleben bezogenen ("Jägerlied", "Die Verwundete", "Die Beglückte", "Försters Heimkehr" und "Bei einem erlegten Keiler") und zum Gedicht auf G. ("Von meinem Meister"). - Glückwünsche zu G.s Geburtstag.
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