Brief
An Johann Friedrich Kobe von Koppenfels (27. Juli 1797)
An Johann Friedrich v. Koppenfels.
Indem ich Ew. Hochwohlgeb. für die gütige Leitung meines kleinen Privatgeschäftes gehorsamsten Dank sage, bin ich in dem Falle, eine abermalige Gefälligkeit mir von Denselben zu erbitten.
Zu meiner Reise nach Frankfurt und in die Schweiz wünsche ich einen Paß für mich von Fürstl. Regierung zu erhalten, bey welchem kein weiteres Bedenken obwaltet. Da ich aber auch meine kleine Familie biß Frankfurt mitzunehmen denke und sie besonders auf dem Rückwege, den sie allein zurücklegen, sich selbst überlassen muß so hätte ich auch für Mutter und Sohn um einen besonderen Paß zu bitten. Ich überlasse Ew. Hochwohlgeb. ob Sie unbedenklich finden etwa einen dergleichen auf Frau
Der ich mich nochmals bestens zu geneigtem Andenken empfehle.
Ew. Hochwohlgeb.ganz gehorsamster DienerGoethe.
W. den 27. Jul. 1797.
Dürfte ich bitten die zu Abhohlung meines Testamentes verfügte Deputation, heute, um eilf Uhr bey mir eintreten zu laßen?
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