Brief
An Jacob Friedrich von Leonhardi (3. Mai 1811)
Hochwohlgeborner Insonders hochgeehrtester Herr
Ew. H. mir u den Meinigen seit geraumer Zeit gegönnten freund schaftlichen Gesinnungen lassen mich wün schen, daß ich in dem vorliegenden Falle auch etwas angenehmes zu erzeigen im Stande seyn möchte. Es wird soll mir aber leider so gut nicht werden, indem die durch Herrn von Riese bisher bese verwaltete Stelle nicht wieder besetzt werden wird, da es mehr persönliche als Geschäfts- Verhältnisse waren, wodurch man sich bewogen gefunden, ihm einen solchen Posten anzuvertrauen. Ich eile, obgleich ungern, diese Nachricht zu geben, wobey ich jedoch mit Vergnügen die Ge legenheit ergreife, mich iIhrerm fernern freundschaftlichen Andenken zu empfehlen, u ein Gleiches für die Meinigen zu erbitten.
Der ich die Ehre habe, mich mit ganz besondrer Hochachtung zu unterzeichnen.
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