Normalzeugnis Zeugnis
Abermalige Unterhaltung mit Herrn Gildemeister (LA II 3, 299)
Auf die Frage, welche Farbe ihm am angenehmsten wäre? welche er zum Beispiel wählen würde, um sein Zimmer zu tapezieren, gab er zur Antwort: ein helles Blau.
Ich zeigte ihm die Fensterstäbe durch das Prisma. Den schmalen, der sich uns blau purpur gelb zeigt, sah er dunkelblau hellblau gelb. Den breitern, der sich uns blau violett unverändert rot gelb zeigt, sah er blau stark rot gelb.
NB. Das starke Rot sah er an dem Platz, wo uns der Stab unverändert erscheint. Es hat dieses einen Bezug auf den prismatischen Versuch, wo er das schwarze Kreuz braun sah.
Reine Schatten an der Stubendecke sah er grau, hingegen grau angestrichnes Papier hellblau.
Er bemerkt den Unterschied zwischen hell und dunkel sehr genau.
Bei der Fleischfarbe des Menschen bemerkt er das Gelbe sehr stark.
Das Rote der Wangen und Lippen, wenn es nicht sehr lebhaft ist, sieht er blau.
Die Schminke völlig blau.
Was sich dem Schwarzen nähert, sieht er braun, deswegen ihm auch Dunkelgrün braun vorkommt, indem dieses letzte auch noch einen Schein vom Gelben hat.
Durch das Prisma, wenn er das Schwarze braun sah, verlor das Graue etwas von seinem Blauen.
Eine schöne rotbraune Tinktur nannte er vollkommen grün und versicherte, daß er bei heitern Tagen die Bäume ebenso sähe; bei dunklern näherten sie sich dem Braunen.
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