Brief

Von Wilhelm Philipp Franz Bock (3. November 1815)

Übersendung seiner Übersetzungen von G.s "Heideröslein" und "Kennnst du das Land ...". Ausführliche Erläuterungen zur Entstehung: Eine nach B.s Meinung nicht gelungene französische Fassung des "Heideröslein" (von G. Sartorius) in einem von W. Münnich herausgegebenen Band ("Xenia polyglotta") habe ihn veranlaßt, eine eigene Übersetzung zu verfassen. Wenig später habe im "Freimütigen" (1814, Nr. 186) ein gewisser Germanus (? A. von Kotzebue) die Übersetzung von G.s "Kennnst du das Land ..." eines Franzosen mitgeteilt. Diese Fassung sei für B. ein Verbrechen an G. und an der französischen Sprache. Die daraufhin von ihm gefertigte französische Übersetzung habe er mit einem Kommentar an den "Freimütigen" gesandt (unter dem Pseudonym Megalopolitanus, in: "Der Freimütige" 1815, Nr. 80). - Zum Erlernen der italienischen Sprache sei B. durch G.s "Tasso" angeregt worden, den er nach wiederholtem Studium fast auswendig könne. Aus Dankbarkeit gegenüber G. habe er das "Heideröslein" und "Kennst du das Land ..." auch ins Italienische übersetzt. - Ferner erwähnt: La Fontaine und Tasso.

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