Brief
Von Friedrich Schiller (12. Dezember 1797)
Über die Schwierigkeiten, die Liebesszenen im 2. Akt des "Wallenstein" in die übrige Handlung einzuordnen. - S. bezweifle, daß die Tragödie, ihrer pathetischen Gewalt wegen, G.s Natur nicht zusage. In allen Ihren Dichtungen finde ich die ganze tragische Gewalt und Tiefe, wie sie zu einem vollkommenen Trauerspiel hinreichen würde [...]. Weitere Reflexionen darüber. - Bitte um einige Comödienzettel mit dem vollständigen Personalverzeichnis des Weimarer Theaters. - G.s Idee wegen Vereinigung der 3 Bibliotheken in Einem Ganzen biete, einen fähigen Leiter vorausgesetzt, nur Vorteile. - J. H. W. Witschel werde als Dichter nicht viel Trost bringen können. Den historischen Aufsatz (? von C. A. Vulpius; vgl. RA 2, Nr. 992) habe S. noch nicht ganz gelesen. F. H. von Einsiedels Buch "Grundlinien zu einer Theorie der Schauspielkunst" (Ruppert 2526) enthalte doch manches gut gedachte. - S.s Frau sei neugierig auf die (von G. angekündigten) Cometen, die an dem Himmel Amors und Hymens herum laufen.
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Weitere Quellen- Brief und Korrespondenz