Brief

Von Franz Kirms (21. Dezember 1803)

Dank für die überschickten Nachrichten, wonach sich von unsern Leuten niemand verbessert (vgl. RA 4, Nr. 1199). Hirschfeld mag nicht, nur J. J. Hey scheine Lust zu haben, die Stelle des Stadtmusikers in Jena anzunehmen (vgl. RA 4, Nr. 1206). - F. Cordemann erwarte einen Thaler Zulage. K. empfiehlt, F. Haide früher als zu Weihnachten zu kündigen. Über dessen Schulden, von denen er mit dem Geld eines Herrn (? K. E.) von Spiegel in Arnstadt ein Geringes zurückgezahlt habe. Im übrigen aber fordere, seine Schulden zu streichen, da er überzeugt sei, man wolle ihn in Weimar halten. Er stifte Unfrieden im Ensemble und sei das schlechte Vorbild für eine allgemein eingerissene Disziplinlosigkeit, habe C. H. Beck für sich gewonnen und versäume Proben, u.a. mit K. Jagemann und C. H. Benda. - K. übersendet einen Brief von J. Weidner, den man an K. W. Zimmermanns Stelle engagieren sollte. - Heute wird Herder begraben. - Über die Beschaffung der Chöre zu Kotzebues "Hussiten vor Naumburg", die G. gegen Kotzebus Willen acht geben wolle. C. G. Voigt (d. J.) finde das äußerst honett, aber ohne Chöre sei das Stück zu kurz. Spielplanvorschläge. Zum 30sten Jänner (Geburtstag von Herzogin Luise) sind wir in Verlegenheit.

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