Brief
Friedrich Wilhelm Riemer an Franz Gerhard von Kügelgen (8. Mai 1811)
Ew hHochwohlgebornen
übersende hierbey ein für Sie von H Cammersecretär Nauwerk bestimmtes Gemälde. Er hat es über Weimar gehen lassen, das damit wir es auch sehen möchten u es hat hier viel Vergnügen gemacht: denn es bleibt immer merkwürdig, daß ein Talent sich unter so ungünstigen Umständen so weit ausbilden können.
Der H. Gh. Rath von Göoethe em pfiehlt sich Ihnen bestens u läßt vermelden, daß das Porträt so wie der Rahmen in Frankfurt sehr wohl aufgenommen worden u viel Vergnügen gemacht hat.
Wir gehn in diesen Tagen nach Carlsbad, von da nach Töplitz, u ich hoffe auf der Rückkehr das Vergnügen der vorjährigen Tage erneuert zu sehen.
Der ich mich zu geneigtem Andenken empfehle
Weimar den 8 May 1811
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