Normalzeugnis Zeugnis

Tagebuch 28. 9. 1797 (WA III 2, 160)

Um 10½ kamen wir in Hütten an. Landrichter Bär, Medicus und Chirurgus. Man sprach von der jährlichen Ausführung der Kühe nach Italien, man kann etwa 3000 rechnen, höchstens fünfjährige, das Stück von 10 zu 16 Louisd’or. Gegenwärtig fürchtet man ein Verbot, da in Italien eine Seuche sich zeigen soll. Es ward auch von der Weinausfuhre gesprochen, die gegenwärtig sehr stark nach Schwaben ist; es haben sich schon Käufer zu dem diesjährigen Wein am Stock gemeldet. Um 2 Uhr ab ... Herr Pfarrer Beyel von Hütten begleitete uns. Als wir schöne Stechpalmen bemerkten, sagte er: daß er auf dem Berge rechts einen starken Stamm, wie ein Mannsschenkel, etwa 12 Fuß hoch, gefunden habe. Wir kamen an den Grenzstein zwischen Schwitz und Zürch. Man sagt, die Schwitzer haben den Aberglauben, wenn sie mit dem Stocke an die Seite des Zürcher Wappens schlagen, daß es der ganze Canton Zürch übel fühle ... Um 5 Uhr sahen wir Einsiedeln, kamen gegen 6 Uhr an und logirten zum Pfauen gegen der Kirche über.

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