Brief
Von Johann Heinrich Merck (29. April 1784)
M. übersendet eine etwas ausführlichere Zeichnung des Rhinoceros und eine Zeichnung vom Gaumen. Er beschreibt die Beschaffenheit des Kopfes und des Hörneransatzes und vergleicht anhand zweier in seiner Sammlung enthaltener Exemplare das Horn des asiatischen mit dem des afrikanischen Nashorns. - Über P. Campers Zeichenmethode und über dessen Persönlichkeit. Erwähnung J. C. Loders und S. T. Soemmerrings. - Über einige osteologische Neuerwerbungen, mit deren Hilfe M. beweisen könne, daß die Thiere der Vorwelt, in Jeder Maxille [...] nur 2 Molares haben; ausführliche Beweisführung anhand mehrerer Zeichnungen. - M. wolle sich aus der Gailenreuther Höhle (bei Muggendorf) eine Tyger Maxille erbitten; seine habe er Camper geschenkt. Auf die Crania will ich acht haben. Meine Zeichnungen will ich Alle mit dir theilen. Nur müsse er aufs heiligste bitten, daß Loder nichts communicirt werde. - Hinweis auf zwei numismatische bzw. osteologische Aufsätze von M. und einen Beitrag Soemmerrings von Sehe Nerven in den "Hessischen Beiträgen zur Gelehrsamkeit und Kunst".
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