Brief

Von Christian Gottlob von Voigt (10. Juli 1817)

Dank für G.s Hilfe bei der Vorbereitung des Reformationsjubiläums und besonders für den Vorschlag zur Medailleninschrift; erwähnt: Luther. V. habe P. Rosenstiel gebeten, mit (D. oder G.) Loos über die Herstellung der Medaille zu verhandeln. - Morgen begleite Graf A. K. Edling den Minister J. Kapodistrias auf dessen Reise nach Karlsbad bis Jena, reise anschließend mit seiner Frau nach Dornburg und wolle binnen 12 Tagen zurück sein. Anschließend werde V. seine InvalidenReise nach Eisenach antreten können; erwähnt: A. von Voigt. - Großherzog Karl August befinde sich unter den mehreren Majestäten in Baden recht wohl; erwähnt: der König von Bayern, Graf (? A.) Rechberg, C. G. von Voigt d. J. und Graf J. E. Goertz. - Vorfreude auf G.s neue Productionen (? "Zur Naturwissenschaft überhaupt, besonders zur Morphologie", Bd. 1). - Über die neue Albernheit in Gestalt der (von J. B. Pfeilschifter herausgegebenen) "Zeitschwingen"; erwähnt: F. von Müller sowie F. W. Riemer, der ein besondrer Theilnehmer sein solle (vgl. "Gruß an die Leser" im 1. Stück). Weiteres zu Riemer, der seine Pflichten am Gymnasium und für die Bibliothek vernachlässige und den itzt die Cammer durch ihren Procurator (? K. Schnauß) wegen flegelhafter Injurien verklagen lasse. - Ausführlich über das Begräbnis des in Dresden verstorbenen A. G. Werner; erwähnt: König Friedrich August von Sachsen und K. A. Böttiger, der die Trauerrede gehalten habe (vgl. "Worte auf der Anhöhe von Gorbitz an Werners Sarg"). Zitat: Macte virtute esto [...] (Horaz "Satiren" I 2, 31f.).

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