Brief

Von Friedrich Ferdinand Wilhelm Dorow (13. August 1818)

Bericht über seine mit Erlaubnis des Nassauischen Ministerio vorgenommenen Ausgrabungen der in Wiesbadens Umgebung liegenden Grabhügel, die eine sehr, sehr große und reiche Ausbeute erbracht hätten u. a. an Gefäßen aller Art, an Waffen unterschiedlichen Materials, an Schmuck, Grabinschriften, Lampen und Amuletten. Das merckwürdigste sei eine Opferstätte der Teutschen gewesen. Davon lege er eine Beschreibung bei; ebenso eine von einem Grabhügel. Nach den darin bezeichneten Verfahren habe D. jedes geöffnete Grab beschrieben. Die Zeichnungen der aufgefundenen Gegenstände, angefertigt von B. Hundeshagen, würden in Karlsruhe oder in München in Stein gedruckt. - Bitte um ein Vorwort G.s zu D.s Werk "Opferstätte und Grabhügel der Germanen und Römer am Rhein" (vgl. Ruppert 1965). Hoffnung, beiliegende Subskriptionsanzeige mit G.s Namen zurückzuerhalten. Vorhaben, weitere Ausgrabungen in und um Neuwied und Andernach zu unternehmen. - D. besitze den größten Teil der Schriften J. G. Hamanns und wolle G. nächstens den Plan zu deren Herausgabe mitteilen. Hoffnung, daß sich nach deren Erscheinungsbeginn auch F. von Jacobi anschließen werde (vgl. RA 6, Nr. 1369, RA 6, Nr. 1411 und RA 6, Nr. 1567). - Hinweis auf G.s Güte gegenüber D.s Onkel J. F. Reichardt und dessen Familie in der Vergangenheit sowie die gütige Aufnahme D.s im Jahre 1811 (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 5. Oktober 1811).

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