Brief
Von Johann Kaspar Lavater (5. August 1780)
Auf einer Vierzehntägigen Cur und Lustreise habe er in Basel Gemälde von H. Holbein d. J. gesehen, die alles überträfen, was er in Mannheim, Schleißheim und Düsseldorf gesehen habe. Sein Nachtmal besonders u. - die Lais corinthiaca gehen über alles. J. H. Lips werde einiges davon kopiren. - G.s "Iphigenie", die G. dem Chorherr J. Toblern [...] aufs neue lieb gemacht habe, werde L. dem Landvogt H. Lavater sowie J. K. und M. Schweizer vorlesen. - Über Verbesserungen, die L. an "Jesus Messias, oder die Zukunft des Herrn" vorgenommen habe (vgl. RA 1, Nr. 107). - Ausführliche Darlegung seiner Auffassung über den Unterschied zwischen Talent und Genie; Wielands "Oberon" verrate Talent, G.s "Götz" dagegen Genie; A. R. Mengs habe nur Mahlertalente gehabt, J. H. Füßli aber viel mehr Genie.
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