Brief
Von Abraham Jakob Penzel (5. Dezember 1818)
L. J. Rhesa, der an einer Erweiterung seiner Sammlung litauischer Volkslieder arbeite, habe P. beauftragt, G. um ein Vorwort und um seine Verwendung bei einem Verleger für die Veröffentlichung der "Dainos"-Sammlung zu bitten (vgl. Ruppert 1742); erwähnt: die von Rhesa herausgegebene "Geschichte der litauischen Bibel" und der von ihm beförderte Vorabdruck von Volksliedern im 1. Band der "Beiträge zur Kunde Preußens" ("Über litauische Volkspoesie"). - In Königsberg wolle man wissen, daß G. gesonnen seyn solle, eine neu' Ausgabe aller Hamannischen Schriften [...] zu besorgen (? Anspielung auf die Pläne von W. Dorow). Falls das wahr sei, könne G. mit aller möglichen Unterstützung aus Königsberg rechnen. P. als ein sehr intimer Freund J. G. Hamanns erkläre sich bereit, über erhaltene Briefe und manche dunkle Stelle der von 1774-78 erschienenen Schriften, besonders über die "Hierophantischen Briefe", "An die Hexe zu Kadmonbor" und das "Selbstgespräch eines Autors" Aufschlüße zu ertheilen.
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