Brief

Von Karl Ludwig von Knebel (15. Januar 1810)

K. übersendet unter Rückerbittung einen Brief von F. S. Voigt. - Durch seine Schwester habe K. von dem Antrag des Erbprinzen von Mecklenburg-Schwerin an Prinzessin Karoline erfahren. Ausführlich über die zu erwartende Verbindung unter Erwähnung der Eltern und der Brüder der Prinzessin sowie des Herzogs von Mecklenburg-Schwerin: Gott gebe ihr nur Muth und Stärke unter dem Obvtritenvolke es auszuhalten! Über d'Altons schöne Pferde (Kupferstiche zu dessen "Naturgeschichte des Pferdes", 1. Teil, Weimar 1810) habe sich K. gefreut. - Zum 1. Heft der Zeitschrift "Pantheon" (Ruppert 326): Staunen über Fichtes Übersetzung "Aus Camoens Lusiade", Lob von J. G. Büschings Aufsatz "Albrecht Dürer" und der Legende von Abeken (F. V. Raumer "Die Legende von der heiligen Lanze zu Antiochien" oder R. Abeken "Zwei Bruchstücke aus... der heilige Herd"). Die übersetzte Pindarsche Ode (K. Solger "Des Pindaros sechster olympischer Siegeshymnus.') und die nachgeahmten Minnelieder ("Gedichte" von K. L. Kannegießer und "Wächterruf" von Büsching) seien Extreme der poetischen Sprache. - Zitat des auf G. passenden Verses des Elegikers Kallinos: 'denn, was vielen geziemt, hatte der Eine gethan'. - Heute werde der Geburtstag seines Sohnes gefeiert.

Bezüge im Wissensnetz

Cookie-Einstellungen