Brief
Von Christian August Vulpius (25. Juni 1795)
V. bittet G., er möge noch vor seiner Abreise (nach Karlsbad) etwas von Verfertigung verschiedener Theater Arbeiten sagen. Er beschreibt ausführlich seine wirtschaftliche Notlage, in der er sich jetzt weder zu helfen noch zu rathen wisse. Die Buchhändler bezahlen immer schlechter [...]. Bis Michaelis habe er nicht die geringste Hoffnung Geld zu erhalten, und wegen der hohen Zinsen könne er kein Geld borgen. Eine Besoldung von 150 Reichstalern jährlich würden ihm wenigstens die Notwendigkeiten des Lebensunterhaltes [...] sichern, und dann wolle er gern Tag u Nacht arbeiten, sich noch etwas daneben zu verdienen. Die Beilage bezeuge, daß von schon im vorigen Jahre um ein festes Gehalt habe bitte wollen, ihm habe jedoch der Mut dazu gefehlt. - V. sei überzeugt, daß G.s Fürsprache beim Herzog ihm eine Anstellung als Bibliothekssekretär ermöglichen werden. Das Bibliotheksgehalt könne, wenn er eines beim Theater beziehe, bis auf gelegenere Umstände aufgespart werden.
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