Brief

Von Johann Heinrich Meyer (21. November 1798)

G.s Gutachten über den Entwurf eines Spiegelrahmens von N. F. Thouret habe M. bei C. G. Voigt vorgewiesen und danach kassiert (vgl. RA 2, Nr. 1588). Voigt habe spaßhafte Dinge erzählt. - Über den Stand seiner Zeichnung zum Fries "Das menschliche Leben"; als besonders schwierig erweise sich die Unterbringung der Buchstaben (Lovise Herzogin zv Sachsen). - An G. C. Steffany habe M. die Note wegen der Farben übergeben. - M. wolle Knebel für seine "Elegien von Properz" (Ruppert 1428) danken. G. M. Kraus sagt aus er befinde sich über alle Begriffe glücklich und Studire unerhört dabey. M. wolle sogleich seine Bemerkungen zu J. F. G. Ungers Aufsatz niederschreiben (vgl. "Über den Hochschnitt", in: "Propyläen" I 2); leider sei er einer ganz andern Meinung als Unger. - Über die Vorbereitung einer Aufführung von G.s "Iphigenie" durch C. A. Vulpius und F. Kirms (vgl. RA 2, Nr. 1608). Obwohl von vielen Seiten die Aufführung von G.s "Proserpina" gewünscht werde, habe man die Musik gesucht aber nicht gefunden [...]. Ich habe dieses Stück garnicht gekannt aber letzthin von Herder unsaglich loben und als das einzig wahre & zweckmäßige, gegen Richter & Böttiger Preisen hören.

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