Brief
Von Johann Heinrich Meyer (24. Juni bis 1. Juli 1794)
1794 Juni 24 Über seine Vorbereitungen zur Versendung des Brustbildes nach der "Sixtinischen Madonna" und Klage über einen abermaligen Feiertag, der ihn der Kunst entziehe, an dem er aber C. G. Körner besuchen werde. Dieser bitte um einige von G. versprochene Elegien. - Das Hauptverdienst von Carracis Gemälde "Genius des Ruhmes" liege in der Zeichnung; in der Ausführung sei es etwas Roh und unangenehm; M. wolle es glatter zu machen versuchen. - Bitte um Geld. 1794 Juni 27 Carraccis Bild sei mit Veränderungen unter Rücksichtnahme auf Ort und Zweck abgezeichnet, wodurch der Sinn des Gemäldes in der Kopie auffallender geworden sei. - Familie Körner erwidere G.s Grüße. 1794 Juli 1 Heute sende M. die Zeichnung nach der "Sixtinischen Madonna" ab. - Für die gemeinschaftl. Studien über Harmonie möge Herder bei einer eventuellen Reise nach Dresden M.s Zeichnungen der farbigen Mädchen und seine Kopie nach Raffaels "Glaube, Liebe und Hoffnung" mitbringen.
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