Brief

Von Karl Ludwig von Knebel (23. Juli 1824)

Bitte, G.s Medaille (von A. Bovy nach C. Rauch) noch behalten zu dürfen, um sie auch den Freunden zu zeigen; erwähnt: E. Weller. K. kenne kein ähnlicheres noch treflicheres Bild G.s und wünsche ein solches Kunststück auch von Großherzogin Luise, von der es noch nicht einmal ein Gemälde auf Leinwand gebe. - Bitte, J. Schmeller nach Jena zu schicken, da sich A. von Ziegesar und noch mehrere zeichnen lassen möchten; erwähnt: H. Meyers Lob in einem Tagblatt. - Über K. Meyer und dessen prosaischen Brief, den K. kürzlich erhalten habe. - An G.s Memoiren würden Engländer und Franzosen fleißig übersetzen (u. a. F. J. P. Aubert de Vitry "Mémoires de Goethe", enthaltend die Übersetzung von "Dichtung und Wahrheit" und "Italienische Reise", 1. Teil). - Die K. von Großherzogin Luise zugeschickten "Biographischen Denkmale" von K. A. Varnhagen von Ense seien wohl geschrieben; erwähnt: Graf W. Schaumburg-Lippe. - K. F. Heusinger gehe zu K.s Bedauern um Michaelis nach Würzburg (richtig: am 16. September). Sein Nachfolger E. Huschke scheine sich durch abentheuerliche Begriffe kund machen zu wollen. - Empfehlung von K. und dessen Familie; K.s Sohn Bernhard feiere übermorgen seinen elften Geburtstag.

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