Brief
An Hieronymus Peter Schlosser (26. Dezember 1774)
Dancke lieber H. Bruder für die Poematia , die Lepores derselben haben mich mehr als iemals vergnügt, und mein Vater ob er gleich Ihre Stärcke in der lateinischen Poesie kannte, verwunderte sich doch höchlich über Ihre Stärcke in Liebeswercken. Hier schick ich die Supplick für Arnsteinen die ich mit nüchternem Munde so eben Dicktirt habe, seyn Sie so gütig und schreiben ihre Anmerck und Verbesserungen darneben, erinnern mich was ich etwa vergessen habe, denn der Wirbel kräuselt mir schon bey frühem Morgen das Köpfgen. Allein ich möchts gern nach Tisch wiederhaben! Sie sind doch so gütig. dafür banne Ihnen auch der deus Ludius die zwey schwarzen Ass diesen ganzen Abend in die Hände. Adieu. Si quid novi , melden Sie mirs. Alle Welt bedauert den armen deinet, dass Sie ihn so an ihren poetischen Triumpf Wagen angeschmiedet haben, und er nun nolens volens zur Ewigkeit hinten drein trotten muss. d. 26 Dez. 1774.
G.
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