Brief
Von Diedrich Christian August Steinhaus (27.? Oktober 1798)
S. bittet inständig um G.s Hilfe oder Verwendung beim Herzog. Vor drei Jahren sei S. von Jena, wo er Mathematik studiert habe, mit Empfehlungen J. K. Fischers und J. H. Voigts nach Berlin gegangen. Dort sei G. F. von Tempelhoff bereit gewesen, ihn bei der Artillerie anzustellen. Wegen einer schweren Erkrankung habe S. Berlin verlassen und sich nach Göttingen begeben müssen. Gegenwärtig halte er sich in Jena auf und lebe, durch die äußerste Noth gezwungen, bei seinem Landsmann F. C. G. H. von Lützow, dem er den Winter über aber nicht zur Last fallen könne. Für die Reise nach Berlin benötige er zwei Louisdors. - G.s herrliche Schriften hätten ihn sein düsteres Dasein oft vergessen lassen. Bitte, G. einmal sprechen zu dürfen.
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