Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (16. Dezember 1814)
S. bedauert, bei seiner Rückreise aus Wien G. nicht in Weimar angetroffen zu haben; er habe reichen Stoff zur Unterhaltung mitgebracht. - Die Berufung hierher (als Abgeordneter der Stadt Einbeck bei der hannoverischen Ständeversammlung) gab mir gute Gelegenheit aus wenig erfreulichen Verhältnissen ehrenvoll zu scheiden. Beschreibung der Kabale, die auf dem Wiener Kongreß gegen ihn betrieben wurde. Dennoch habe er sein Möglichstes für Sachsen-Weimar getan und danke der Herzogin Luise und G. dafür, daß er die Gelegenheit hatte, am Kongreß teilzunehmen. - G. werde inzwischen J. Khünls Brief (RA 6, Nr. 1322) mit den Vertonungen von Gedichten G.s erhalten haben. - S. habe von dem Aufsatze, den er an Herzogin Luise geschickt habe (vgl. RA 6, Nr. 1313), keine Kopie behalten. Nun wünsche ihn der Herzog von Cambridge auch zu lesen. Bitte um Zusendung einer Abschrift auf sicherem Wege. - Über die Verhandlungen der Ständeversammlung in Hannover, die sich bemühe, für die Deutschen überhaupt thätig zu seyn. S. lege alles, was bisher über die Verhandlungen gedruckt sei, seinem Brief bei. - Ferner erwähnt: K. Sartorius mit allen Kindern sowie C. G. von Voigt.
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