Brief

Von Franz Ludwig Albrecht von Hendrich (7. November 1802)

Übersendung der Batschischen Rechnungen (vgl. RA 4, Nr. 463). - Seinem Paket legt H. ein Gerstenbrot bei und empfiehlt dessen allgemeine Einführung. Das Korn habe, seitdem es nicht mehr so aengstlich gesucht werde, nicht mehr den Preiß den es vorher hatte. - Der Tod seiner geschiedenen Frau erspare ihm künftig die Zahlung der Jahresrente. - Über die Ankunft des Mineralienkabinetts des Fürsten Gallitzin. - Bitte, die in Weimar inhaftierten Studenten ihren Wünschen gemäß die Strafe in Jena absitzen zu lassen. H. habe Herzog Karl August geraten, daß man einem jeden Fremden sein Forum ließe, u. dem Stadt Rath keine Juris diction über sie einräumte. - Aus Nürnberg habe H. erfahren, daß J. A. A. von Kalb versuche, durch Vermittlung von K. A. von Hardenberg eine Praesidenten Stelle in Bamberg zu bekommen. Ob es ihm gelingen werde, wird die Folge zeigen. Es solle mit dieses Mannes häußlichen Angelegenheiten sehr schlimm stehen. Vermutung, daß Kurfürst Maximilian Joseph von Bayern bei Herzog Karl August über Kalb Erkundigungen einziehen werde, auf deren Beantwortung man sich vorbereiten könne. Vielleicht ergebe sich dabei die Möglichkeit, eine Pension einzusparen.

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