Brief

Von Johann Heinrich Meyer (3. August 1808)

Von Gerüchten, daß G. früher als sonst aus Karlsbad zurückkehren wolle. - Entgegen ursprünglichen Vorstellungen werde das Zeicheninstitut voraussichtlich ins Landschaftshaus verlegt, wo M. in den ehemals von der Herzogin Luise bewohnten Räumen Wohnraum erhalten solle. Die früher erwogene Verlegung ins Palais der verstorbenen Herzogin Anna Amalia sei wegen Kirms' Einspruch wieder verworfen worden. M. habe wegen der Enge des zugewiesenen Raumes bei Voigt und dem Herzog Einspruch erhoben; Hinweis auf eine Saalhälfte mit Möbeln der Erbprinzessin. Kritik an der Eile und Form der Verhandlungen; dennoch werde das Institut nicht benachteiligt (vgl. RA 5, Nr. 943). - S. Schütze sei aus Pyrmont zurückgekehrt. Man erwarte J. Schopenhauer und Fernow aus Liebenstein zurück. Fernows Frau soll ohne Hoffnung krank seyn. K. D. Friedrich werde aus Dresden neue Gemälde senden. Aus Hanau seien Zeichnungen von Verzierungen eines Benediktinerklosters in Hessen eingetroffen (vgl. B. Hundeshagen "Der alten gotischen Kapelle zu Frankenberg Grundriß", Ruppert 2350). K. T. von Dalberg und J. von Müller unterstützten dessen Forschungen und hoffentlich auch die Herausgabe seiner Zeichnungen vom Palast Barbarossas in Gelnhausen ("Des großen Kaisers Friedrichs I. Barbarossa Palast in der Burg zu Gelnhausen", Ruppert 2351).

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