Brief
Von Christian Gottfried Körner (28. September 1796)
Der Jenaer Steuerrevisor J. E. Wölfel habe seine Erbschaftsangelegenheit in Dresden leicht ohne K.s. Hilfe regeln können. - K. F. Graf von Geßler leide in Italien sehr unter dem allgemeinen Mistrauen gegen Fremde. Zum Ärger von J. A. Riedel habe A. L. Hirt, der aus Rom gekommen ist, äußerst nachteilig über die Dresdner Galerie und die von ihr herausgestellten Stücke gesprochen. Diese Orakelsprüche seien von der Fürstin Luise von Anhalt-Dessau gesammelt worden. - G.s "Benvenuto Cellini" ("Horen" 1796-1797) finde bei K. und seiner Familie großes Interesse. Graf Geßler habe in einer Kunstsammlung auf einem Schloß in Bayern, die er auf G.s Rat hin besehen habe, auch eine Arbeit von Cellini gefunden. Der letzte Band von "Wilhelm Meisters Lehrjahren" werde mit Sehnsucht erwartet. - Schiller hat mir lange nicht geschrieben.
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