Brief

Von Friedrich August Wolf (3. Juli 1805)

Freude darüber, daß G. (mit seinem Aufenthalt in Lauchstädt) wenigstens näher gerückt sei, wenn W. auch gewünscht hätte, G. mit Christiane bei sich zu empfangen. G. möge bald kommen, da Gall am 8., spätestens 9. Juli mit seiner Vorlesung beginne. - Über eine Stafettenpost des Königs von Preußen aus Alexisbad; W. werde ersucht, in Halle zu bleiben und könne mindestens eine angemeßene Gehaltsvermehrung erwarten; für detaillierte Ansprüche W.s wolle K. F. Beyme die Bürgschaft übernehmen. - W. schreibe dies vom Berge (Sitz der Freimaurerloge in Halle); M. W. von Madeweis lasse sich von hier G. empfehlen. - Über das von G. einst erwähnte Werk von T. Sprat "The History of the Royal Society of London" und dessen französische Übersetzung (Genf 1669) finde er soeben in J. E. Montuclas "Histoire des mathématiques" (richtig; "De l'Académie Royale... de Prusse", Paris 1758), Bd. 2, S. 487 ein schreckl. hartes Urtheil.

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