Brief
An Christiane von Goethe (4. Oktober 1808)
Eh ich von Erfurt abgehe muß ich dir ein Wort sagen und dir dancken daß du mich herüberge trieben hast. Zum Schauspiel kam ich nicht; aber nachher fügte sich alles zum Besten. Ich habe dem Kayser aufgewartet, der sich auf die gnädigste Weise lange mit mir unterhielt. Nun gehts zu den Weimarischen Festen, wobey ich dich wünschte. Manchmal ist mir’s verdrieslich daß du so eigen sinnig auf deiner Reise bestandest. Dann denck ich wieder: Es wird wohl gut ausfallen, da so vieles gut ausfällt. Lebe recht wohl. Grüse deine Gesellschafterinn und alle Freunde. Dienstag d. 4ten Octbr 1808. G
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