Brief

Von Johann Heinrich Meyer (4. Mai 1796)

M. dankt für die Nachricht über Iffland. Gestern habe er den Brief von Herzogin Anna Amalia an C. Heigelin abgesendet, hege aber Skepsis über den Erfolg des geplanten Aufenthalts in Neapel. Zur Vorarbeit an der geplanten Kulturgeschichte Italiens: Angesichts der wichtigen Forderung, die Kunst und Wissenschaft stellten fühle M. zwar Last und Unendlichkeit des Unternehmens, habe aber relativ viel Stoff gesammelt, wobei ihm die Methode, in allen Kunstwerken vorurteilslos nur das Gute aufzusuchen, geholfen habe. - Die Fortschritte von G.s "Benvenuto Cellini" ("Horen" 1796-1797) stimmten ihn froh; von Cellinis Arbeiten habe er nichts auftreiben können. Freude darüber, Schiller als Mitstreiter im Kampf für gute und echte Kunst zu wissen. - M. empfiehlt einzelne Stücke aus der Kunstsammlung G. Winklers für den eventuellen Erwerb durch Herzog Karl August. Über F. S. C. Bruns ungünstige Kunstankäufe. - M. erwarte G.s Briefe an J. P. Hackert, M. A. A. Zucchi und Nachricht von Bertuch, um dann nach Neapel zu gehen. Rezept zur Herstellung von Glaspasten. Ankündigung von Zeichnungen zum Monument für J. L. B. von Koppenfels.

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