Normalzeugnis Zeugnis

J. H. Dannecker an Goethe 5. 1. 1798 (GJb 30, 38)

Von dem grosen Vergnügen, das ich die Ehre hatte in Ihrem mir unvergeßlichen Umgang zu genießen schweige ich, dann es ist mir nach Ihrer Abreyse die nehmliche Empfindung gekommen, die ich zu der Zeit hatte, als ich von Rom abreysen mußte. So troken, so verwayst ware ich noch nie in meinem Leben ... In Hohenheim ist augenblicklich nach dem Tod des Herzogs die Arbeit eingestellt worden und wird da niemahlen weiter etwaß gemacht werden. Ich berichte es Ihnen wegen der Idee die Sie hatten einen Eleve an Herrn Isopi zu schicken: Nun hat er aber Zeit Ihre bestellte Models zu machen. Herr Touret hat nun auch Zeit seine Zeichnungen von Zimmern zu machen ... Mein Schwager und Frau wie auch Herr Isopi und mein liebes Weibchen, bey der Sie eine vollkommene Eroberung machten und zu meiner Freude täglich von Ihnen spricht empfehlen sich mit mir aufs nachdrücklichste.

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