Brief

Von Katharina Elisabeth Goethe (20. Juli 1804)

Sie dankt für die Lieben Briefe G.s; ihr Haußfreund (P. N. Schmidt) werde jetzt schmuntzlen. - Ausführlicher Bericht über eine gute "Clavigo"-Aufführung am 14. Juli in Frankfurt. J. F. von Meyer sei gantz entzückt daß das pupplicum Geschmack am großen und schönen gewinne. - Auskunft über die Schaupielerin Bötticher, ihr Rollenfach, ihre Fähigkeiten im Vergleich zu ihrer Mutter (C. C. Bötticher) und die Gründe ihres Abgangs von Frankfurt. Sie habe ohne - Erlaubnis in Kassel neben anderen Rollen die Ariadne (in "Ariadne auf Naxos" von G. Benda und J. C. Brandes) gespielt. - F. Brand habe sich im "Unterbrochenen Opferfest" (von P. Winter) und in Lilla ("Cosa rara" von V. Martini) hören lassen und habe gut gefallen. Freude auf sechs Auftritte Ifflands in Schillers "Wallenstein", F. L. Schröders "Essigmann", Ifflands "Spieler" und in anderen Stücken, die ihr jetzt entfallen seien. C. Kestner sei noch hier und lasse G. grüßen. - Frage nach Empfang der Comedien Zettel, Dank für die überschickten Mercure und die Donau Donau Nimpfe (C. A. Vulpius "Hulda oder die Nymphe der Donau". Leipzig 1804). - Hofrat G. A. Starck könne im sachsen-weimarischen Staatskalender gestrichen werden, denn er lebe nicht mehr. - Mit vielem Vergnügen werde sie die Bekanntschaft von J. H. Voß machen. - Grüße an Christiane und August.

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