Brief
Von Katharina Elisabeth Goethe (19. Mai 1801)
Sie bestätigt den Empfang der Vollmacht und verschiedener Zeitschrifen und Mitteilungen aus Weimar. - Wir wißen gar noch nicht recht uns in unser Glück zu finden, daß keine Kriegs völlker mehr um und bey uns sind. Sie kommt ins Schwätzen über Angelegenheiten der Stadt, der Kriegssteuer und zitiert im Zusammenhang damit Wieland und die Bibel. - Anspielung, daß J. G. Jacobi, der arme Dichter, wohl schwerlich etwas von Deutschlands großen Dichter in sein "Taschenbuch für das Jahr 1802" bekommen werde (vgl. RA 3, Nr. 933). - Grüße an Christiane mit der Bitte, durch Zeitschriften auch ferner ihren Geist aufklähren zu helfen. Sie werde heute ins "Opferfest" (Oper von P. Winter) gehen und morgen zu K. E. von Bethmann-Metzler zum Essen. - Es freue sie, daß August das Clavir lernt [...] treibts doch die Großmutter noch und vor 70 Jahr machts sie gar nicht übel.
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