Brief

Von Christian Gottlob Voigt (24. Januar 1802)

Herzogin Luise habe gefragt, ob G. nicht zu Ende dieser Woche nach Weimar komme. - V. habe vom Herzog einen an Böttiger gerichteten Brief zur Weiterleitung an G. erhalten, aus dem die Absicht K. L. Fernows hervorgehe, sich in Jena als Lehrer der Archäologischen Dinge, auch KunstGeschichte, Aesthetik pp. Italien. Sprache niederzulassen. G.s Stellungnahme werde erbeten. Wenn es nichts koste, wolle der Herzog Fernow als einen Extra-Professor annehmen, da man einen Gerstenbergk et cet. et cet. et cet. dazu angenommen habe. - W. M. von Pappenheim sei in Weimar; ein Urteil könne noch nicht gefällt werden, da man leicht irren könne, wie etwa bei dem alten Baron De Crinibus (D. von Haren). - Vom Gerücht, der Erbprinz reise nach Paris, um Napoleon seine Aufwartung zu machen. - Über den schleppenden Fortgang des Schloßbaus; negatives Urteil über H. Gentz und M. F. Rabe, die nichts fertig machen, aber klug sind. - Von der bevorstehenden Heirat des Erbprinzen August von Sachsen-Gotha mit der Prinzessin Karoline Amalie von Hessen-Kassel und deren Mitgift sowie den Paraphernen, die der Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel ausgesetzt habe. - In Eisenach seien 2 000 Reichstaler aus der Landschaftskasse gestohlen worden, weil J. W. H. Dörr die Thür seiner Casse nicht verschlossen gehalten habe.

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